Projektionsauflösung
Was ist eine Projektionsauflösung?
Die Projektionsauflösung ist ein moderiertes Gruppenformat zur Klärung zwischenmenschlicher Wahrnehmungen und innerer Projektionen. Ziel ist es, einen direkten und unverstellten Kontakt zwischen zwei Menschen herzustellen, in dem vorhandene innere Inhalte authentisch und respektvoll kommuniziert werden können.
Das Format verzichtet bewusst auf die Aufarbeitung biografischer Hintergründe. Stattdessen liegt der Fokus auf dem gegenwärtigen Erleben und dem unmittelbaren Ausdruck dessen, was innerlich bereits vorhanden ist.
Ablauf
Das Setting findet in einer Gruppe von maximal 12 Teilnehmern statt. Eine Person (Ticketinhaber) bringt ein aktuelles Anliegen ein, optional in kurzer verbaler Form. Eine ausführliche Beschreibung oder persönliche Vorgeschichte ist nicht erforderlich. Anschließend wählt diese Person intuitiv einen anderen Teilnehmer aus der Gruppe aus, der als Projektionspartner fungiert. Die Teilnahme in dieser Rolle erfolgt freiwillig. Unter Anleitung begegnen sich beide Personen im Raum. Die Moderation unterstützt den Prozess, indem sie hilft:
- einen direkten Kontakt herzustellen
- emotionale Hemmnisse zu überwinden
- unausgesprochene Inhalte zu verbalisieren
Sollten während des Prozesses blockierende Emotionen (z. B. Wut, Scham, Unsicherheit) auftreten, können diese durch Einbezug weiterer Teilnehmer sichtbar gemacht werden, sofern eine entsprechende Resonanz vorhanden ist.
Rolle der Gruppe
Die Gruppe übernimmt eine beobachtende und unterstützende Funktion. Es findet keine direkte Interaktion zwischen der Gruppe und den aktiv beteiligten Personen statt. Die Wirkung der Gruppe entsteht primär durch ihre Präsenz und Aufmerksamkeit, die den Prozess stabilisiert und vertieft.
Meine Arbeit der Projektionsauflösung orientiert sich an den Grundlagen von Gopal Norbert Klein.
