Klargespräche
Herzlich, klar & auf den Punkt.
Klargespräche sind ein kompaktes Gruppenformat für Menschen, die sich bereits mit Bindungs- und Entwicklungstrauma beschäftigt haben und über Möglichkeiten zur Selbstregulation verfügen.
Es geht nicht darum, in 15 Minuten ein Thema „zu lösen“.
Es geht darum, klarer zu sehen.
Was passiert gerade wirklich?
Wo verstrickst du dich?
Was übersiehst du vielleicht?
Und was hat das, was im Außen passiert, eigentlich mit dir zu tun?
Manchmal braucht es dafür keine ganze Sitzung, sondern eine gezielte Frage, eine Rückmeldung oder einen Impuls.
Der Rahmen
Maximal 4 Teilnehmer
15 Minuten pro Person
Jeder Teilnehmer bringt ein konkretes Anliegen mit.
Ich höre zu, frage nach, spiegele dir, was ich wahrnehme, und unterstütze dich dabei, den Kern deines Anliegens herauszuarbeiten.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viel zu erzählen.
Im Gegenteil:
Je klarer dein Anliegen, desto tiefer können wir in kurzer Zeit schauen.
Was Klargespräche von einer Einzelsitzung unterscheidet
Eine Einzelsitzung bietet mehr Zeit und Raum, einen Prozess entstehen und sich entwickeln zu lassen.
Das Klargespräch ist bewusst anders.
Wir fokussieren uns auf einen konkreten Punkt im Hier und Jetzt.
Ich werde deshalb möglicherweise unterbrechen, nachfragen oder dich darauf aufmerksam machen, wenn du dich in Erklärungen,
Interpretationen oder Geschichten verlierst.
Nicht, weil deine Geschichte unwichtig ist.
Sondern weil wir gemeinsam herausfinden wollen:
Was ist jetzt gerade wesentlich?
Weshalb in der Gruppe?
Die Gruppe ist nicht nur der organisatorische Rahmen – sie ist Teil des Formats.
Wenn wir selbst mitten in einem Konflikt stecken, sind wir häufig emotional aktiviert. Dadurch sehen wir manche Zusammenhänge nur schwer.
Bei anderen erkennen wir sie manchmal innerhalb weniger Minuten.
Du kannst deshalb nicht nur aus deinem eigenen Klargespräch etwas mitnehmen, sondern auch aus den Prozessen der anderen.
Und manchmal sitzt du dort und denkst plötzlich:
„Ach du meine Güte … das mache ich ja genauso.“
Genau solche Momente können unglaublich wertvoll sein.
Was Klargespräche nicht sind
Klargespräche sind keine Krisenintervention und kein Ersatz für eine therapeutische Begleitung.
Das Format eignet sich nicht, wenn du aktuell sehr instabil bist oder noch keine ausreichenden Möglichkeiten hast, dich nach einer Aktivierung wieder selbst zu regulieren.
Auch Themen, bei denen bereits absehbar ist, dass sie einen größeren oder intensiveren Prozess benötigen, gehören für mich eher in eine Einzelsitzung.
Und manchmal wird genau das Ergebnis eines Klargesprächs sein:
„Hier lohnt es sich, noch einmal ausführlicher hinzuschauen.“
Auch das ist Klarheit.
Deine Vorbereitung
Nimm dir vor dem Termin ein paar Minuten Zeit.
Nicht zehn Themen.
Nicht deine ganze Lebensgeschichte.
Sondern möglichst eine Sache, bei der du gerade festhängst.
Hilfreich können dabei diese Fragen sein:
Was beschäftigt mich gerade konkret?
Was verstehe ich daran nicht?
Was möchte ich für mich erkennen?
Du musst dein Anliegen nicht perfekt formulieren können. Genau dabei kann ich dir helfen.
Meine Rolle
Ich gebe dir keine fertige Lösung für dein Leben und sage dir nicht, was du tun sollst.
Ich unterstütze dich dabei, klarer zu erkennen, was in dir gerade tatsächlich passiert.
Ich frage nach.
Ich unterbreche auch einmal.
Ich spiegele dir, was ich wahrnehme.
Und ich benenne möglicherweise etwas, das du selbst gerade nicht sehen kannst.
Herzlich – aber nicht drumherum.
Denn genau dafür sind die Klargespräche da.
15 Minuten. Ein Anliegen. Volle Aufmerksamkeit.
> Für aktuelle Termine bitte bei Veranstaltungen schauen, Danke.
